Rotenburg statt Afghanistan
Rotenburg an der Fulda, 16.02.2012, Pressestelle Wehrbereichskommando II.
Eine kurzfristig verschobene Dienstreise zu den Kameradinnen und Kameraden in Afghanistan war die Ursache für den spontanen Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt, im Standort Rotenburg an der Fulda am 16. Februar 2012. Er komme damit dem Wunsch des Verteidigungsministers Thomas de Maizière nach, alle Standorte zu besuchen, die aufgrund der Neuausrichtung der Bundeswehr aufgegeben werden sollen.

Bei seiner Visite vor einem Jahr in der Alheimer Kaserne habe es noch „den Hauch einer Hoffnung
“ gegeben. Nun sei am 26. Oktober vergangenen Jahres die Stationierungsentscheidung getroffen worden. Dieser Beschluss werde „nicht revidiert
“. Der Staatssekretär bat die gemischte Gesprächsrunde aus Führungskräften, Vertrauenspersonen, „Spießen“ und Personalrat um Verständnis, dass die Reduzierung der Bundeswehr im Zusammenspiel mit dem Wegfall der Wehrpflicht Ausgangspunkt auch für die Verringerung der Standorte gewesen sei.

Alheimer Kaserne mindestens bis 2014 in militärischer Nutzung
Die vorhandenen Aufträge des Führungsunterstützungsbataillons 286 mit Vorbereitungen auf Auslandseinsätze garantiere die Nutzung der Kaserne bis mindestens 2014. Jetzt gelte es die Feinausplanung abzuwarten, die Ende des ersten Halbjahres vorliegen soll. Aber auch danach seien noch Schwankungen möglich, die Unsicherheiten für Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen können. Das Reformbegleitgesetz, das zurzeit beraten werde, umfasse Maßnahmen für das Personal, die die Reduzierung gestalten sollen. Vorrang haben alternative Beschäftigungsmöglichkeiten. Staatssekretär Schmidt hörte sich die Sorgen und Nöte der Soldaten aufmerksam an, warb um Verständnis dafür, dass die Reform Zeit brauche, und dankte für die Motivation und das „von allen Seiten konstruktive Gespräch
“.




