Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr
Geoinformationen sind zeitabhängige Informationen über Objekte und Sachverhalte mit Raumbezug. Darunter werden im wesentlichen Daten und Produkte aus folgenden geowissenschaftlichen Bereichen verstanden (in alphabetischer Reihenfolge): Biologie, Ethnologie, Fernerkundung, Geodäsie, Geographie, Geoinformatik, Geologie, Geophysik, Geopolitik, Hydroakustik, Hydrographie, Hydrologie, Kartographie, Klimatologie, Meteorologie, Ökologie, Ozeanographie, Photogrammmetrie. Weltweite, hoch genaue Geoinformationen zu besitzen ist deswegen die unverzichtbare Basis für wichtige Fähigkeiten der Bundeswehr, wie die vernetzte Operationsführung oder aber auch die Ziel- und Wirkungsanalyse (ZuWa). Satellitengestützte und unbemannte luftgestützte Aufklärungssysteme wie SAR-Lupe stehen heute im Mittelpunkt von insgesamt über 200 Systemen der Streitkräfte, die vom Geoinformationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDstBw) fachlich unterstützt werden. Diese Herausforderung, geowissenschaftliche Grunddaten weltweit bereitstellen zu können, erfordert neben der Leistung, eigene Produkte zu erstellen, auch eine breit angelegte internationale Kooperation sowie die Beteiligung an multinationalen Herstellungsprogrammen. Geoinformationen beeinflussen in hohem Maß politische und wirtschaftliche Entscheidungen. Informationen aus unterschiedlichen Bereichen der Geowissenschaften können interdisziplinär mit Hilfe moderner Datenverarbeitung zusammengeführt, verarbeitet und ausgewertet werden. Die Bundeswehr hat diesem Umstand im März 2003 durch die Aufstellung des Geoinformationsdienstes Rechnung getragen.


