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Zentrum Operative Information

Schräg links geteiltes Wappen in Form eines senkrecht stehenden Halbrundschilds (spätgotisch), in der Mitte ein großes stilisiertes „Z“ als Schildteiler. Lupe
Zentrum Operative Information (Quelle: ZOpInfo)

Operative Information hat mit den weltweiten Einsätzen deutscher Streitkräfte an Bedeutung gewonnen. Sie ist integraler Bestandteil der Operationsführung. Operative Information arbeitet mit kommunikativen Methoden. Sie nutzt Druckerzeugnisse, Lautsprecheranlagen, Hörfunksendungen, TV- und Videobeiträge sowie das Internet, um auf Zielgruppen im Einsatzgebiet einzuwirken und deren Einstellungen und ihr Verhalten zu beeinflussen. Weiteres Ziel: Vertrauen und Unterstützung für den eigenen Auftrag erzielen und damit zum Schutz eigener Kräfte beitragen. Operative Information unterstützt die Truppenbetreuung außerhalb der Bundesrepublik Deutschland durch Hörfunk und dokumentiert Einsätze der Bundeswehr in Film und Bild durch Einsatzkameratrupps. Die Kräfte der Truppe für Operative Information sind in einem Zentrum Operative Information (ZOpInfo) streitkräftegemeinsam zusammengefasst. Unter strikter Ausrichtung an bestehende Einsatzerfordernisse sind Eingreif-, Stabilisierungs- und Unterstützungskräfte, Lehre und Ausbildung sowie Weiterentwicklung dort schnittstellenfrei in einer Hand. Das Zentrum Operative Information hat seine Heimat in der SKB und ist an zwei Standorten in der Eifel und am Rhein stationiert. In der General-Delius-Kaserne in Mayen sind der Stab sowie Abteilungen und Dezernate der stationären Einsatzkräfte einschließlich Bereich Lehre und Weiterentwicklung beheimatet. In der Falckenstein-Kaserne in Koblenz befindet sich das unterstellte OpInfo-Bataillon 950. Es verfügt über zehn Module mit OpInfo-Fähigkeiten in allen Medien. Diese unterstützen Einsätze im Rahmen von Stabilisierungsoperationen sowie Einsätze der Eingreifkräfte einschließlich Operationen im Einsatzverbund Spezialkräfte.

Abhängig von der Einsatz- und Wirkungsforderung des Truppenführers und der vorherrschenden Kommunikationslage in den Zielgruppen werden die mobilen Kräfte dabei jeweils in Form einer OpInfo Task Force (OpInfo TF) für Einsätze zusammengestellt. Diese Kräfte vor Ort werden dabei immer nach dem Prinzip Abstützung auf den Standort (AStO) aus der Kaserne in Mayen unterstützt. Das Prinzip AStO umfasst Planung, wissenschaftliche Beratung, Redaktion, die Produktion technisch aufwändiger OpInfo-Erzeugnisse und die technische Instandsetzung OpInfo-spezifischen Geräts. Auch die Fähigkeit "Neue Medien" kann dazu gehören, die ausschließlich aus dem Standort wahrgenommen wird. Maßnahmen der Operativen Information dürfen nur auf vorgegebene Zielgruppen einwirken. Diese können Streitkräfte und Sicherheitsorgane gegnerischer oder fremder Staaten, Konfliktparteien oder die Zivilbevölkerung sein. Öffentliche Medien, die eigene Zivilbevölkerung, verbündete Staaten und internationale Organisationen sowie eigene Truppe stellen grundsätzlich keine Zielgruppen für Maßnahmen der Operativen Information dar. Operative Information ist das Sprachrohr des Truppenführers. Es bietet ihm die Möglichkeit, mit unter seiner Verfügungsgewalt stehenden Kommunikationsmitteln (Hörfunk, TV und Video, Druckerzeugnisse, Lautsprecher, Neue Medien) unmittelbar oder mittelbar seinen Willen oder seine Absichten unverfälscht zu verbreiten. Neben militärischen Fertigkeiten sind interkulturelle Kompetenz, die Kenntnisse redaktioneller Grundlagen und der Umgang mit Medientechnik unabdingbare Voraussetzung. Die Truppenbetreuung mittels Hörfunk ist eine weitere Unterstützungsaufgabe des Zentrums Operative Information. Kräfte und Mittel dazu sind in einem Dezernat Betreuungsradio abgebildet. Der Soldatensender "Radio Andernach" betreut deutsche Soldaten im Ausland. In einem 24-Stunden-Programm aus dem Standort Mayen, ergänzt um Programmanteile jeweiliger Einsatzredaktionen, werden vor Ort Gruß- und Wunschsendungen ausgestrahlt oder Hörfunkbeiträge für im Ausland eingesetzte Soldaten auf Tonträger hergestellt. Seit 2001 verfügt die OpInfo-Truppe über Einsatzkameratrupps (EKT). Sieben EKT liefern bildgestützte Informationen aus Einsatzgebieten deutscher Streitkräfte zur aktuellen, umfassenden, zuverlässigen und verzugsarmen Information der politischen Leitung und militärischen Führung des BMVg sowie des Einsatzführungskommandos. In unterschiedlichen Bereitschaftsstufen sind sie in der Lage, innerhalb kürzester Zeit weltweit zu verlegen und von dort Videos und Fotos mit eigenen mobilen Satellitensendern nach Deutschland zu übertragen.

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Stand vom: 20.11.2006 | Autor:

http://www.streitkraefteunterstuetzungskommando.bundeswehr.de/portal/a/skukdo/dienstst/zopinfo